Let’s Encrypt stellt mehr als 50 % aller SSL-Zertifikate aus

Dank Let’s Encrypt nutzen immer mehr Webseitenbetreiber SSL-Zertifikate zur Verschlüsselung der Webseite. Mittlerweile stellt die Community-CA damit mehr als 50 % aller Zertifikate für öffentlich erreichbare Webseiten.

Laut einem Bericht des Statistikanbieters NetTrack stellt Let’s Encrypt mehr als die Hälfte aller SSL-Zertifikate im Internet. Vor knapp zwei Jahren ist die Zertifizierungsstelle als gemeinnützige Organisation gestartet. Dabei wurde stets das Ziel verfolgt das Netz durch den flächendeckenden Einsatz von SSL-Zertifikaten sicherer zu machen.

Durch namhafte Gründungspartner wie Mozilla, Akamai, Cisco, der Electronic Frontier Foundation (kurz: EFF) und der Universität von Michigan bietet Let’s Encrypt kostenfreie Zertifikate an. Die Ausstellung erfolgt dabei völlig automatisch.

Zeitliche Entwicklung der CA’s in Prozent (Bildquelle: NetTrack)

Mehr SSL im Internet

Let’s Encrypt liegt wie in dem Diagramm ersichtlich mit nun 51 % weit vor allen anderen Vergabestellen. Comodo liegt mit 15 % auf Platz zwei. Wie im Netz zu lesen ist, scheint der Zuwachs bei Let’s Encrypt jedoch nicht zulasten der anderen Zertifizierungsstellen zu gehen, sondern schlicht daran liegen, dass durch die kostenlose Verfügbarkeit einfach mehr Menschen ihre Webseite verschlüsseln. Dies würde sich auch mit der Gesamtzahl an Webseiten decken, welche HTTPS beim Aufrufen erzwingen.
Im Verlauf von Mitte 2016 bis zum Anfang 2018 soll sich die Anzahl an Webseiten, welche SSL forcieren, von 10 % aller Internetseiten auf 30 % erhöht haben.

Warum ist HTTPS so wichtig?

HTTPS ist nicht nur erforderlich um die Kommunikation, also den Datenaustausch, gegen Mitleser abzusichern, sondern auch um ungewollte Veränderungen zu erschweren. Staatlichen Akteuren welche Zensur betreiben oder Hacker die Phishing-Angriffe ausführen wird das Leben so zumindest stark erschwert.

Auch Browser-Herstellen sehen unverschlüsselte Webseiten immer kritischer. Neben Warnungen bei der Eingabe von Passwörter oder andere Login-Daten in unverschlüsselte Formulare wird teilweise auch schon generell vor einer unverschlüsselten Internetseite gewarnt.

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